Mit 6.985 verzeichneten See- und Binnenschiffen verantwortet das Hamburger Amtsgericht das größte Schiffsregister Deutschlands. Wer jedoch ein neues Schiff registrieren oder die eingetragenen Eigentumsverhältnisse ändern lassen möchte, muss sich bislang allerdings durch viel Papier wühlen: So müssen nicht nur die erforderlichen Anträge in Papierform eingereicht werden. Auch die Einträge und Änderungen selbst erfolgen bisher in mühevoller Handarbeit. Angesichts von allein 420 Neueintragungen und rund 3.500 Anträgen im Jahr 2018 entsteht auf diese Weise eine enorme Arbeitslast, die sowohl die Mitarbeiter des Amtsgerichts als auch die Antragsteller viel Zeit kostet.

Um das Schiffsregister zu modernisieren und dessen Effizienz und Anwenderfreundlichkeit zu erhöhen, wollen das Amtsgericht sowie die Hamburger Justizbehörde und die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Öffentlichkeit zum 1. Januar 2020 ein benutzerfreundliches Onlineportal anbieten. „Der Einsatz der Technik wird die Justiz entlasten und die Arbeit für die Kolleginnen und Kollegen am Amtsgericht erleichtern“, erklärte der Hamburger Justizsenator Dr. Till Steffen im Rahmen einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch.

Gemeinsam mit Kollegen des öffentlichen IT-Dienstleisters Dataport unterstützt mgm die Hansestadt in diesem Vorhaben. „Mit dem digitalen Schiffsregister entwickeln wir etwas wirklich Neues. Das Schiffsregister wird voll und ganz auf die Arbeitsweise der Nutzer und deren Prozesse ausgerichtet sein“, versprach Ute Kleinschirkes, Projektleiterin bei Dataport. Auf diese Weise könne die Bearbeitungszeit, die beispielsweise bei einer Neueintragung aktuell bis zu einer Woche betragen kann, laut mgm-Projektleiter Christian Thomsen um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Die Hauptaufgabe des Amtsgerichts – das Prüfen der Anträge durch die Rechtspflege – bleibe dabei unverändert.

Die künftigen Anwender sollen eng in die Portalentwicklung eingebunden werden. So werden die Mitarbeiter des Amtsgerichts zu jedem Zeitpunkt Zugriff auf den aktuellen Stand der Anwendung haben und aktiv in die Anwender- und Abnahmetests einbezogen. „Ein solches Vorgehen ist nur im Rahmen einer professionellen und zielorientierten Zusammenarbeit möglich. Unseren Kollegen bei Dataport sowie in den Behörden der Freien und Hansestadt Hamburg ist es äußerst schnell gelungen, das hierfür nötige Arbeitsumfeld zu schaffen“, berichtet Thomsen. „Wir freuen uns als mgm daher sehr, zusammen mit den Kollegen dieses Innovationsprojekt zu verwirklichen.“

Bildquelle: Pixabay / Julius_Silver

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