Das Bayerische Landesamt für Steuern (BayLfSt) hat den eGovernment-Wettbewerb in der Kategorie „Beste Konzeption zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes“ gewonnen. Dies gaben die Unternehmensberatung BearingPoint und der Technologieanbieter Cisco, die den Wettbewerb bereits zum 17. Mal veranstaltet haben, am 18. Juni im Rahmen eines Festakts auf dem Zukunftskongress „Staat & Verwaltung“ in Berlin bekannt. Das EKONA-Team v.l.: Paul-Alexander König (Vizepräsident Bayerisches Landesamt für Steuern), Markus Geiger (mgm), Dr. Susanne Seibert (Projektleiterin EKONA), Martin Fechtelhoff (secunet), Roland Krebs (Referatsleiter beim BayLfSt) Mit der prämierten Initiative „EKONA mit der Schnittstelle für Nutzerkonten KOLIBRI“ hat das BayLfSt eine Lösung für eine zentrale Problematik des föderalen eGovernments erarbeitet: In der Bundesrepublik arbeiten Bundes-, Landes- und kommunale Behörden unabhängig voneinander daran, ihre Verwaltungsdienstleistungen online anzubieten und Verwaltungsportale zu errichten. Mit dem Onlinezugangsgesetz werden nun Bund und Länder dazu verpflichtet, ihre Verwaltungsportale bis 2022 zu einem Portalverbund zu verknüpfen, sodass Bürger und Unternehmen die Services an einer Stelle nutzen können. Hierbei stellt sich die Herausforderung der Authentifizierung des Nutzers: Einerseits sollte sie für den Nutzer so einfach wie möglich sein, andererseits muss seine Identität bei der Inanspruchnahme vieler Verwaltungsdienstleistungen zweifelsfrei bestimmt werden können. EKONA mit der Schnittstelle für Nutzerkonten KOLIBRI, den das BayLfSt unterstützt durch mgm und secunet präsentiert hat, erfüllt diese Anforderungen: Es nutzt das bei vielen Bürgern und Unternehmen bereits vorhandene ELSTER-Zertifikat sowie die dazu gehörige PIN zur Authentifizierung. Durch seine Nutzung können Bürger und Organisationen perspektivisch auf verschiedene Verwaltungsportale zugreifen, ohne dass für jedes Portal ein unterschiedlicher Login oder verschiedene komplizierte Authentifizierungsmechanismen nötig sind. „Die Einreichung adressiert die weiterhin im E-Government drängende Problematik, dass elektronische Identitäten für Online-Verwaltungsdienstleistungen entweder fehlen oder aus praktischen Gründen nicht genutzt werden“, begründete Manfred Klein, Redaktionsleiter der Zeitschrift „eGovernment Computing“ und Jurymitglied des eGovernment-Wettbewerbs, die Entscheidung für EKONA. „Die vorgeschlagene Lösung erscheint uns sehr naheliegend, kostengünstig, nutzerfreundlich und zukunftsweisend.“

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